{"id":2352,"date":"2026-07-18T05:55:33","date_gmt":"2026-07-18T03:55:33","guid":{"rendered":"http:\/\/spdwoelfersheim.de\/?p=2352"},"modified":"2026-06-15T10:38:24","modified_gmt":"2026-06-15T08:38:24","slug":"mitreden-mitgestalten-wie-junge-stimmen-woelfersheim-bewegen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/spdwoelfersheim.de\/?p=2352","title":{"rendered":"Mitreden, Mitgestalten \u2013 Wie junge Stimmen W\u00f6lfersheim bewegen"},"content":{"rendered":"<p>Im Wahlpflichtkurs \u201eTalk your town &#038; Demokratie leben, Diktatur erinnern\u201c an der Singbergschule in W\u00f6lfersheim besch\u00e4ftigen sich Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler nicht nur theoretisch mit Politik und Demokratiebildung, sondern bringen sich ganz praktisch in die Gemeindepolitik ein.<\/p>\n<p>Unter dem Motto \u201eMitreden. Mitgestalten. W\u00f6lfersheim!\u201c wollte der Kurs herausfinden was junge Menschen in W\u00f6lfersheim bewegt, welche Themen ihnen wichtig sind und welche konkreten Erwartungen sie an die Lokalpolitik haben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kurses sollten zum Abschluss ihre Erkenntnisse und Perspektiven direkt in einem politischen Gremium pr\u00e4sentieren und sich den Fragen der Politiker stellen.<\/p>\n<p>Die demokratischen Parteien haben diese Form der niederschwelligen Beteiligung junger Menschen in der Lokalpolitik im Parlament bef\u00fcrwortet und die W\u00f6lfersheimer SPD hat die Idee aktiv vorangetrieben.<\/p>\n<p>Die Umfrage: Was bewegt die Jugend in W\u00f6lfersheim?<\/p>\n<p>Mit viel Engagement organisierten die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler eine eigene Umfrage unter rund 250 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern zwischen 12 und 18 Jahren innerhalb der Singbergschule. \u201eEs war gro\u00dfartig zu sehen, dass sich so viele einbringen wollten\u201c, freut sich eine Teilnehmerin.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse wurden im Kurs ausgewertet: Besonders h\u00e4ufig wurden W\u00fcnsche nach mehr Freizeitangeboten, zus\u00e4tzlichen Aufenthaltsorten, Caf\u00e9s und Orte zum Lernen sowie besseren Busverbindungen ge\u00e4u\u00dfert. Vor allem der W\u00f6lfersheimer See spielt eine zentrale Rolle, da er f\u00fcr viele ein wichtiger Ort der Freizeitgestaltung ist. Hier w\u00fcnschen sich etliche Jugendliche mehr Sitzm\u00f6glichkeiten, Treffpunkte und Angebote f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler rund um die Veranstaltungsreihe \u201eSommer am See\u201c.<\/p>\n<p>Auch im Bereich Verkehr gibt es klare Forderungen. Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler berichten von unpraktischen Busverbindungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Schulweg. Verbesserungen in diesem Bereich werden daher als besonders dringend wahrgenommen. Dar\u00fcber hinaus wurden konkrete Ideen, wie zus\u00e4tzliche Zebrastreifen an stark frequentierten Stra\u00dfen genannt.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gab es auch Forderungen nach Fastfood-Ketten oder einem Schwimmbad. Der Kurs entschied jedoch, sich in der Ausarbeitung auf die realistisch umsetzbaren Themen zu konzentrieren.<\/p>\n<p>Jugendliche wissen, was sie wollen \u2013 Demokratie zum Anfassen<\/p>\n<p>Neben der Umfrage und deren Auswertung geh\u00f6rten auch die Vorbereitung und Pr\u00e4sentation der Ergebnisse im Ausschuss zu den Aufgaben der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. Als besondere Herausforderung empfanden viele die Organisation der Umfrage, sowie die Auswertung der Ergebnisse, das Zusammenfassen und die Formulierung klarer W\u00fcnsche aus den Stimmen der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. Es sei nicht einfach gewesen, \u201eherauszufiltern, welche Ideen realistisch sind, und wie man sie am besten pr\u00e4sentiert\u201c, so ein Teilnehmer des Kurses. Dennoch beschreiben die Jugendlichen das Projekt als spannende und bereichernde Erfahrung. \u201eDas Zusammenarbeiten im Team und gemeinsam Ideen auszuarbeiten, war f\u00fcr mich eine der interessantesten Erfahrungen,\u201c bewertet eine Sch\u00fclerin den Kurs.<\/p>\n<p>Die Teilnehmer wollen sich auch zuk\u00fcnftig aktiv f\u00fcr Ver\u00e4nderungen einsetzen. \u201eAm wichtigsten sind mir die Busverbindungen\u201c, schreibt ein Sch\u00fcler. \u201eMan k\u00f6nnte beispielsweise eine Petition starten und mit den Verantwortlichen sprechen.\u201c Ein anderer sieht seinen Einfluss vor allem im schulischen Kontext und m\u00f6chte sich in der Sch\u00fclervertretung f\u00fcr mehr Mitbestimmung einsetzen.<\/p>\n<p>Die Auseinandersetzung mit dem Thema Demokratie \u2013 nicht nur als politisches System, sondern als gelebte Praxis, ist dabei ein wiederkehrendes Diskussionselement. Die Jugendlichen richten klare Erwartungen an die Verantwortlichen der Gemeindepolitik. Sie w\u00fcnschen sich, dass ihre Anliegen ernst genommen und ihre Ideen tats\u00e4chlich in politische Entscheidungen einbezogen werden. \u201eDemokratie bedeutet, dass jeder seine Meinung frei sagen darf und diese respektiert wird\u201c, erkl\u00e4rt ein Sch\u00fcler. \u201eDie W\u00fcnsche der B\u00fcrger sollen geh\u00f6rt werden und Probleme gerecht und sinnvoll gel\u00f6st werden. Auch Jugendliche und ihre Bed\u00fcrfnisse sollten ernst genommen werden\u201c, formulieren die Teilnehmer ihre Hoffnungen.<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sentation im Ausschuss war f\u00fcr die Kursteilnehmer ein gelungener Baustein auf diesem Weg. F\u00fcr viele war es das erste Mal, dass sie ihre Ideen direkt vor politischen Entscheidungstr\u00e4gern vorstellen konnten. Das direkte Feedback aus den Fraktionen war f\u00fcr sie ein wirkungsvolles Signal.<\/p>\n<p>Fazit: Ein Projekt mit Zukunft<\/p>\n<p>Das Projekt zeigt, die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler f\u00fchlen sich in W\u00f6lfersheim grunds\u00e4tzlich wohl. Gleichzeitig sehen sie Potenzial f\u00fcr Verbesserungen. Entscheidend ist f\u00fcr sie, dass die Zusammenarbeit zwischen B\u00fcrgern und Gemeinde auch in Zukunft weitergef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>\u201eDer WPU-Kurs zeigt eindrucksvoll, wie politische Bildung gelingen kann: durch Mitwirkung, Praxisn\u00e4he und echte Beteiligung. Die Jugendlichen erfahren, wie Demokratie funktioniert \u2013 sie gestalten aktiv mit,\u201c so Nina Gerlach, Vorsitzende des Sozialausschusses. \u201eWir erhoffen uns mit dem WPU-Kurs die T\u00fcr in die Politik zu \u00f6ffnen und das Verst\u00e4ndnis zu f\u00f6rdern, dass gerade auf der lokalen Ebene eine aktive Mitbestimmung m\u00f6glich und wichtig ist,\u201c erg\u00e4nzt Thomas Gerlach, Mitglied des Gemeindevorstands und ehemaliger langj\u00e4hriger Schulleiter der Singbergschule.<\/p>\n<p>\u201eNat\u00fcrlich w\u00fcrden wir uns w\u00fcnschen, dass mehr junge Menschen, den Weg zu uns in die Politik finden, um aktiv mitzugestalten. Die T\u00fcr der demokratischen Parteien steht offen,\u201c so Nina Gerlach \u201eaber wir wissen auch, dass politische Prozesse mit den Freizeitvorstellungen junger Leute selten deckungsgleich sind. Viele m\u00f6chten ihre Freizeit lieber mit Freunden beim Sport verbringen, als sich durch Sitzungsunterlagen zu arbeiten. Dieser Kurs der Singbergschule und die Zusammenarbeit mit der Jugendpflege 4.0 \u00f6ffnet einen Weg, Interesse an der Lokalpolitik zu wecken. Die ersten Schritte sind gemacht und wir hoffen, es geht im n\u00e4chsten Schuljahr weiter,\u201c res\u00fcmiert die Ausschussvorsitzende.<\/p>\n<p>Ob der Kurs auch im n\u00e4chsten Schuljahr angeboten wird, entscheidet die Schule und die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, die den Kurs belegen wollen. Die W\u00f6lfersheimer SPD wird sich weiterhin f\u00fcr eine niederschwellige und direkte Beteiligungsform junger Menschen in der Gemeinde einsetzen:<\/p>\n<p>Junge Stimmen geh\u00f6ren geh\u00f6rt \u2013 und sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung unserer Gemeinde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Wahlpflichtkurs \u201eTalk your town &#038; Demokratie leben, Diktatur erinnern\u201c an der Singbergschule in W\u00f6lfersheim besch\u00e4ftigen sich Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler nicht nur theoretisch mit Politik und Demokratiebildung, sondern bringen sich ganz praktisch in die Gemeindepolitik ein. Unter dem Motto \u201eMitreden. Mitgestalten. 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