{"id":242,"date":"2015-08-20T21:45:19","date_gmt":"2015-08-20T19:45:19","guid":{"rendered":"http:\/\/spdwoelfersheim.de\/?p=242"},"modified":"2015-08-06T21:51:11","modified_gmt":"2015-08-06T19:51:11","slug":"wir-stehen-fuer-soziale-verantwortung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/spdwoelfersheim.de\/?p=242","title":{"rendered":"Wir stehen f\u00fcr soziale Verantwortung"},"content":{"rendered":"<p>Wir, die W\u00f6lfersheimer SPD,  haben einen hohen Anspruch an unsere eigene Arbeit: Wir wollen unsere Gemeinde sozial gerecht gestalten und dabei die Bed\u00fcrfnisse aller B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger ber\u00fccksichtigen. Das hei\u00dft nicht, dass wir es allen recht machen wollen. Wir haben auch schon unbequeme Entscheidungen getroffen und \u00f6ffentlich vertreten, wenn wir davon \u00fcberzeugt waren, dass diese notwendig und f\u00fcr unsere Gemeinde sinnvoll waren. Dabei haben wir stets das Wohl der Allgemeinheit im Sinn, ohne die Interessen der Einzelnen auszublenden. Wir verstehen uns auch als Vertretung derjenigen Menschen, die starke F\u00fcrsprecher und Unterst\u00fctzer n\u00f6tig haben! Ganz in der Tradition unserer Partei setzen wir uns f\u00fcr sozial Benachteiligte, Verfolgte, Schwache und Bed\u00fcrftige ein, egal ob sie in unserer Gemeinde geboren, zugezogen oder ihr zugewiesen sind.Wer seine Heimat zur\u00fcck l\u00e4sst und flieht, braucht unsere Hilfe<\/p>\n<p>Die Welt ist in den vergangenen Monaten und Jahren in vielen Regionen unsicherer geworden. Millionen Menschen befinden sich weltweit auf der Flucht und lassen Familie, Freunde, Eigentum und Heimat aus Angst um ihr Leben zur\u00fcck. Niemand begibt sich freiwillig auf ein \u00fcberf\u00fclltes, kaum fahrt\u00fcchtiges Boot, um \u00fcber das Mittelmeer nach Europa zu kommen, wenn ihn nicht die pure Not, die nackte Angst antreibt. Diesen Menschen geht es nicht um Wohlstandstourismus oder ein sch\u00f6nes Leben auf unsere Kosten \u2013 es geht ihnen ums blanke \u00dcberleben! Diese Fl\u00fcchtlinge w\u00fcrden sehr gerne in ihren L\u00e4ndern bleiben, wenn sie dort in Frieden, Freiheit und ohne Not Leben k\u00f6nnten. Sie wollen arbeiten, ihre Familien ern\u00e4hren und ein lebenswertes Leben f\u00fchren. Dies wird ihnen jedoch leider in ihren Heimatl\u00e4ndern aufgrund von Kriegen, Hungersn\u00f6ten oder Diktaturen verwehrt.&nbsp;<\/p>\n<p>Die Zahl der in Deutschland ankommenden Fl\u00fcchtlinge stieg in den vergangenen Monaten stark an. Dennoch ist das, wovon wir heute sprechen, einige Tausend ankommende Fl\u00fcchtlinge, weder eine gro\u00dfe Last f\u00fcr unsere Gesellschaft, noch eine nicht zu bew\u00e4ltigende Herausforderung f\u00fcr unseren Staat und unsere Kommunen. Wir haben nach dem Zweiten Weltkrieg gezeigt, zu welcher immensen Integrationsleistung unser Land f\u00e4hig ist. \u00dcber zw\u00f6lf Millionen Fl\u00fcchtlinge und Vertriebene kamen in den Jahren nach dem Ende des Naziterrors in die neuen Grenzen Deutschlands. Meist hatten sie nicht mehr als einen Koffer mit ein paar Habseligkeiten in der Hand, der Bauch war leer, der Kopf daf\u00fcr voll mit schrecklichen Bildern und Erinnerungen, die Gef\u00fchle voller Furcht vor der Ungewissheit der Zukunft.&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr die heutigen Fl\u00fcchtlinge werden Wohnungen, H\u00e4user oder Container zur Unterbringung zur Verf\u00fcgung gestellt. Die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger erleben die Fl\u00fcchtlinge maximal als neue Nachbarn. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das anders: Da wurde das eigene Haus, die eigene Wohnung begutachtet. Anschlie\u00dfend wurden ganze Familien in einzelne Zimmer zugewiesen. Man konnte sich nicht wehren und musste sich pl\u00f6tzlich das Bad, die K\u00fcche, den Alltag teilen. Privatsph\u00e4re war ein Fremdwort zu jener Zeit. Die Einwohnerzahl mancher D\u00f6rfer hat sich durch die angekommenen Fl\u00fcchtlinge verdoppelt. Das war eine immense Herausforderung f\u00fcr die gesamte Gesellschaft und f\u00fcr jeden einzelnen Betroffenen, egal auf welcher Seite er war.<\/p>\n<p>R\u00fcckblickend kann man festhalten, dass die Millionen neuer B\u00fcrger aus dieser Zeit unser Land kulturell und menschlich bereichert haben. Unser Land wurde dadurch nicht geschw\u00e4cht, sondern ging gest\u00e4rkt aus dieser schwierigen Zeit hervor.&nbsp;<\/p>\n<p>Nun m\u00f6gen die heutigen Fl\u00fcchtlinge fremder aussehen und die kulturellen Unterschiede gr\u00f6\u00dfer sein \u2013 aber die Integrationsherausforderung insgesamt ist doch nicht einmal ann\u00e4hernd mit den damaligen Schwierigkeiten und Problemen vergleichbar. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste die Armut und Not geteilt werden, heute sind wir in der gl\u00fccklichen Situation, unseren Wohlstand teilen zu k\u00f6nnen. Unsere Gesellschaft wird auch diese Phase erfolgreich meistern und gest\u00e4rkt und bereichert aus ihr hervorgehen.&nbsp;<\/p>\n<p>Die vom Wetteraukreis der Gemeinde W\u00f6lfersheim zugewiesenen Fl\u00fcchtlinge werden in kommunalen Wohnungen untergebracht. Um gen\u00fcgend Kapazit\u00e4ten zu haben, wurde seitens des Gemeindevorstandes bereits vor rund zwei Jahren ein Vermietungsstopp f\u00fcr freiwerdende Gemeindewohnungen ausgesprochen. Diese vorausschauende Entscheidung hat dazu gef\u00fchrt, dass die Gemeinde W\u00f6lfersheim bislang alle zugewiesenen Fl\u00fcchtlinge mit geringem finanziellem Aufwand unterbringen konnte.&nbsp;<\/p>\n<p>Sozialer Wohnraum wird auch f\u00fcr Einheimische ben\u00f6tigt<\/p>\n<p>Daraus hat sich jedoch ein neues Problem ergeben. Die Gemeinde W\u00f6lfersheim hat aus gutem Grund mehr als 50 Wohnungen im Eigentum. Es war und ist ein politisches Ziel der Gemeinde W\u00f6lfersheim und der W\u00f6lfersheimer SPD, kommunalen Wohnraum f\u00fcr sozial schwache B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger anbieten zu k\u00f6nnen. Durch die Reservierung der frei gewordenen Wohnungen f\u00fcr die ankommenden Fl\u00fcchtlinge, konnte seit mittlerweile zwei Jahren keine Gemeindewohnung mehr an Einheimische vergeben werden. Dies war f\u00fcr eine gewisse \u00dcbergangszeit sicherlich tragbar. L\u00e4nger als zwei Jahre wollen und k\u00f6nnen wir dies jedoch nicht akzeptieren, wenn wir nicht den sozialen Frieden in unserer Gemeinde gef\u00e4hrden wollen.<\/p>\n<p>Wohnraum-Investitionsprogramm<\/p>\n<p>Um sowohl die uns zugewiesenen Fl\u00fcchtlinge menschenw\u00fcrdig unterzubringen als auch Wohnraum f\u00fcr sozial schwache B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger unserer Gemeinde anbieten zu k\u00f6nnen, wurde von der Gemeindevertretung ein umfangreiches Wohnraum-Investitionsprogramm beschlossen: \u00dcber 400.000,- \u20ac werden noch in diesem Jahr investiert. Damit ist es zum einen m\u00f6glich, wieder unverz\u00fcglich neuen preisg\u00fcnstigen Wohnraum in W\u00f6lfersheim f\u00fcr Einheimische zur Verf\u00fcgung zu stellen. Zum anderen sind die Ma\u00dfnahmen zur Fl\u00fcchtlingsunterbringung so geplant, dass auch dort eine Nachnutzung als Mietwohnungen oder zu Gewerbezwecken m\u00f6glich ist. Die dazu notwendigen Investitionen sind keine verlorenen Zusch\u00fcsse, sondern finanzieren sich zeitnah. Langfristig schaffen wir damit sogar materielle Werte.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen die vor uns liegenden Herausforderungen meistern, wenn wir sie systematisch und beherzt anpacken. Dies sind wir sowohl den Fl\u00fcchtlingen schuldig, die uns um Hilfe bitten, als auch unseren B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern, die kosteng\u00fcnstigen Wohnraum in unserer Gemeinde ben\u00f6tigen.&nbsp;<\/p>\n<p>Sie, liebe Mitb\u00fcrgerinnen und Mitb\u00fcrger, k\u00f6nnen sich darauf verlassen, dass Ihre W\u00f6lfersheimer SPD verantwortungsvolle Entscheidungen trifft, um den sozialen Frieden in W\u00f6lfersheim auch in Zukunft zu sichern.<\/p>\n<p>Rouven K\u00f6tter<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir, die W\u00f6lfersheimer SPD, haben einen hohen Anspruch an unsere eigene Arbeit: Wir wollen unsere Gemeinde sozial gerecht gestalten und dabei die Bed\u00fcrfnisse aller B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger ber\u00fccksichtigen. Das hei\u00dft nicht, dass wir es allen recht machen wollen. 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