{"id":946,"date":"2017-12-06T11:58:48","date_gmt":"2017-12-06T09:58:48","guid":{"rendered":"http:\/\/spdwoelfersheim.de\/?p=946"},"modified":"2018-02-01T13:42:43","modified_gmt":"2018-02-01T11:42:43","slug":"ein-grosser-wurf-fuer-die-natur","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/spdwoelfersheim.de\/?p=946","title":{"rendered":"Ein gro\u00dfer Wurf f\u00fcr die Natur"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: times;\">Hermann Hofmann, Simone Hofmann-Kneiske, Jan Pacula und Eike See diskutieren \u00fcber die Inhalte des Streuobstkonzeptes.<\/span><\/p>\n<p>Nicht nur die \u00fcberregionalen Medien, sondern auch die Gremien der Gemeinde W\u00f6lfersheim besch\u00e4ftigen sich derzeit mit den Themen Insektensterben und Streuobstwiesen. Anfang des kommenden Jahres sollen verschiedene Antr\u00e4ge zu dem Thema im Rahmen einer Sitzung des Ausschusses f\u00fcr Bau, Landwirtschaft und Umwelt intensiv beraten werden. Dabei wird die Gemeinde ihre aktuellen Naturschutzma\u00dfnahmen vorstellen. Dazu hat die W\u00f6lfersheimer SPD anl\u00e4sslich ihrer j\u00e4hrlichen Klausurtagung Anfang November eine Arbeitsgruppe gegr\u00fcndet, die sich ganzheitlich mit dem Thema besch\u00e4ftigt. B\u00fcrgermeisterkandidat Eike See leitete diese Projektgruppe und pr\u00e4sentierte im Rahmen der letzten Fraktionssitzung ein elfseitiges Konzept zum Thema Streuobstwiesen, das als weitere Diskussionsgrundlage in den Gremien dienen soll. Diese Vorlage soll nicht als abgeschlossen betrachtet werden, B\u00fcrger k\u00f6nnen \u00c4nderungen und Erg\u00e4nzungen vorschlagen, bevor sie im Bauausschuss beraten werden soll.<\/p>\n<p>Im Rahmen der erw\u00e4hnten SPD Klausurtagung wurden alle Themen besprochen, auf welche die Partei im Laufe der n\u00e4chsten Jahre ihr besonderes Augenmerk legen m\u00f6chte. Daf\u00fcr wurden mehr als zehn Arbeitsgruppen gebildet, um die geplanten Themen strukturiert bearbeiten zu k\u00f6nnen. Die Fachgruppe \u201eNaturschutz und Landschaftspflege\u201c konnte nun erste Ergebnisse abliefern. \u201eDie Themen Insektensterben und Streuobstwiesen werden momentan in den W\u00f6lfersheimer Gremien beraten. Die dort eingereichten Antr\u00e4ge waren nach unserer Ansicht gut, aber nicht weitreichend genug. Aus diesem Grund haben wir im Laufe der letzten Wochen viel Zeit in den Entwurf dieses Konzepts zum Erhalt, zum Schutz sowie zur F\u00f6rderung von Streuobstwiesen investiert.\u201c erl\u00e4utert Eike See, der Leiter der AG. Neben konkreten Ma\u00dfnahmen zur Unterst\u00fctzung und F\u00f6rderung nehmen auch die Bewusstseinsbildung und administrative Aufgaben einen wichtigen Stellenwert des Konzeptes ein. Der urspr\u00fcnglich von der FWG eingebrachte Antrag wurde aufgegriffen und konkretisiert. So soll die Pflanzung von Obstb\u00e4umen in W\u00f6lfersheim finanziell von der Gemeinde unterst\u00fctzt werden, aber zwischen verschiedenen Sorten unterschieden werden. Alte Regionalsorten wie der Dorheimer Streifling oder der Friedberger Bohnapfel, die in der Anschaffung h\u00e4ufig teurer sind, sollen finanziell st\u00e4rker gef\u00f6rdert werden als moderne Z\u00fcchtungen. F\u00fcr alle Ma\u00dfnahmen wird finanzielle Unterst\u00fctzung und F\u00f6rderung von Seiten der Gemeinde erwartet. Auch die Obstbaumschnittkurse der Interessengemeinschaft und Sortenbestimmungen sollen von der Gemeinde gef\u00f6rdert und organisiert werden. Im Bereich der F\u00f6rderung und Unterst\u00fctzung sind sogar vermeintliche Kleinigkeiten wie die Anschaffung von Hinweistafeln gegen Streuobstdiebe oder auch der Verleih von Ger\u00e4ten im SPD-Konzept vorgesehen. Sollte das vorgesehene Budget nicht ausgesch\u00f6pft werden, wird vorgeschlagen, dass die Gemeinde Restbetr\u00e4ge zu Neuanpflanzungen verwendet.<\/p>\n<p>Eike See holte sich als Leiter der Arbeitsgruppe Informationen aus erster Hand und sprach mit dem Direktvermarkter Herrmann Hofmann, seiner Tochter Simone Hofmann-Kneiske und dem Imker Jan Pacula aus S\u00f6del.<\/p>\n<p>Entsprechende Vorschl\u00e4ge finden sich unter dem Punkt \u201eNaturschutz und Landwirtschaft vereinen\u201c. So wird hier auf die m\u00f6glichen Neu- und Wiederanlagen, aber auch auf die anschlie\u00dfende Verwertung von Streuobst und eine entsprechende Vermarktung von Produkten eingegangen, von der auch Imker profitieren k\u00f6nnen. Ein Beispiel ist die bessere Vermarktung von Apfelwein aus der Region. Die Gemeinde k\u00f6nnte beispielsweise darauf hinwirken, dass bei Veranstaltungen in den B\u00fcrgerh\u00e4usern und in der W\u00f6lfersheimer Gastronomie vorwiegend lokale Produkte zum Einsatz kommen. Es k\u00f6nnten etwa auch Apfelweingl\u00e4ser f\u00fcr die B\u00fcrgerh\u00e4user angeschafft werden, um damit heimische Produkte bekannter zu machen.<\/p>\n<p>Ebenso viel Bedeutung wie der Unterst\u00fctzung und F\u00f6rderung wird im Konzept dem Punkt \u201eBewusstseinsbildung\u201c beigemessen. Der Naturlehrpfad am Singberg\/Limberg soll um weitere Informationen erg\u00e4nzt und dadurch besser bekannt gemacht werden. Auch der Zukunftspfad Sodila k\u00f6nnte um einen Umweltlehrpfad erg\u00e4nzt werden. Westlich von W\u00f6lfersheim f\u00fchrt ein Teil der Rundtour der Apfelwein- und Obstwiesenroute \u00fcber M\u00fcnzenberg, Steinfurth und Friedberg. Im Osten sind verschiedene Routen um Nidda zu finden. N\u00f6rdlich f\u00fchrt eine Rundtour von Lich \u00fcber die Ortsteile Hungens und s\u00fcdlich ist eine Rundroute bei Karben zu finden. In der mittleren Wetterau sind jedoch keine Rundrouten ausgeschildert. Daher wird vorgeschlagen, dem Verein zur hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute beizutreten und die Ausweisung einer weiteren Rundtour \u00fcber W\u00f6lfersheim anzuregen, wovon auch gastronomische Betriebe und Direktvermarkter profitieren k\u00f6nnten. Um mit der Bewusstseinsbildung fr\u00fch anzufangen, schl\u00e4gt das SPD \u2013Konzept unter dem Stichwort \u201eKlassenzimmer Streuobstwiese\u201c vor, mit altersgem\u00e4\u00dfen Projekten Kinderg\u00e4rten und Schulen einzubinden. Der Bau von Nistk\u00e4sten im Werkunterricht oder das gemeinsame Kochen von Apfelkompott w\u00e4ren nur zwei von vielen Beispielen.<\/p>\n<p>Ein weiterer Punkt des Konzeptes ist die Beteiligung an einem Streuobstkataster des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain. Um einen genauen \u00dcberblick \u00fcber die Streuobstbest\u00e4nde innerhalb der Gemeinde zu erhalten, ist eine Erfassung der Fl\u00e4chen sinnvoll. Da der Regionalverband ein solches Kataster gerade f\u00fcr sein ganzes Planungsgebiet einf\u00fchren m\u00f6chte, soll sich W\u00f6lfersheim diesem Kataster anschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Um die Inhalte des Konzeptes dauerhaft und nachhaltig vorantreiben zu k\u00f6nnen, soll die bereits in W\u00f6lfersheim existierende \u201eInteressengemeinschaft Streuobst\u201c personell um Vertreter der Natur- und Vogelschutzgruppe, Imker, Jagdp\u00e4chter, Landwirte, Direktvermarkter und den Klimaschutzmanager der Gemeinde W\u00f6lfersheim zu einer formellen Arbeitsgemeinschaft erweitert werden. Die Arbeitsgemeinschaft soll das Ziel haben, das Konzept kontinuierlich zu hinterfragen, entsprechende Anregungen zu sammeln und zu realisieren.<\/p>\n<p>Auf der letzten Seite des auf zun\u00e4chst f\u00fcnf Jahre festgelegten Konzeptes findet man eine detaillierte Kostenbetrachtung. Insgesamt wird von SPD-Seite eine Unterst\u00fctzung von mehr als 50.000 Euro gefordert. \u201eIch bin mir sicher, dass im Laufe der politischen Diskussion noch \u00c4nderungen oder Erg\u00e4nzungen am Konzept vorgenommen werden, das ist auch gut so und soll so sein. Ich glaube aber auch, dass meine Arbeitsgruppe mit dem Konzept eine fundierte Arbeitsgrundlage f\u00fcr die n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahre geschaffen hat, von dem die Natur und damit auch die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in der Gemeinde W\u00f6lfersheim profitieren werden.\u201c so See. Auch interessierte B\u00fcrger k\u00f6nnen \u00c4nderungsvorschl\u00e4ge einbringen. Das Konzept wurde allen Fraktionsvorsitzenden zugesandt und steht am Ende dieser Seite zum Download zur Verf\u00fcgung. Vorschl\u00e4ge zur \u00c4nderung und Erg\u00e4nzung k\u00f6nnen per Mail an <a href=\"mailto:streuobst@eike-see.de\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">streuobst@eike-see.de<\/a> gesendet werden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/spdwoelfersheim.de\/data\/streuobstkonzept.pdf\" target=\"_blank\">streuobstkonzept.pdf<\/a> [6,85 MB]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hermann Hofmann, Simone Hofmann-Kneiske, Jan Pacula und Eike See diskutieren \u00fcber die Inhalte des Streuobstkonzeptes. Nicht nur die \u00fcberregionalen Medien, sondern auch die Gremien der Gemeinde W\u00f6lfersheim besch\u00e4ftigen sich derzeit mit den Themen Insektensterben und Streuobstwiesen. 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