SPD-Antrag erfolgreich umgesetzt: Wölfersheim hat wieder eine Gemeindepflegerin

Viele ältere Menschen sind im Alltag auf Unterstützung angewiesen, die oft über die pflegerische Betreuung hinausgeht. Die Gemeindevertretung hat daher im vergangenen Jahr auf Antrag der SPD beschlossen, einen Förderantrag für eine Vollzeitstelle für eine Gemeindepflegerin beim Land Hessen zu stellen.

Die Förderung wurde bewilligt und am 02. Dezember konnte die neue Gemeindepflegerin Frau Schäfer ihren Dienst antreten. „Es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass das Prinzip der Gemeindepflegerinnen und -pfleger in verschiedenen anderen Städten und Gemeinden gut funktioniert. Es freut mich daher sehr, dass wir eine Förderzusage erhalten haben und die Einstellung so reibungslos geklappt hat. „Damit werden vorhandene Angebote sinnvoll ergänzt,“ zeigt sich die Vorsitzende des Wölfersheimer Sozialausschusses Magda Gerlach begeistert. Gemeindepflegerinnen und -pfleger sind keine Pflegekräfte im klassischen Sinne. Sie sind vielmehr wie früher die Gemeindeschwestern, sie sind Ansprechpartner besonders für ältere Menschen vor Ort, jemand der berät, vernetzt und koordiniert. Sie kommen auch zu den Menschen nach Hause, sprechen mit ihnen und schauen nach dem Rechten: Wie geht es den Seniorinnen und Senioren? Wie könnten sie eingebunden werden? Stimmen die Lebensbedingungen oder lässt sich an der Wohnsituation etwas ändern? Hilfsbedürftige Menschen sollen dann über die Gemeinde einen Termin vereinbaren können. „Von der Sozialstation Mittlere Wetterau über private Pflegedienste bis hin zur stationären Pflege steht in der Region ein breites Angebot zur Verfügung. Nicht zu vergessen sind ehrenamtliche Angebote wie zum Beispiel die sehr gut aufgestellte Nachbarschaftshilfe Wohnbach und Umgebung,“ berichtet Loni Konitzke, der aufgrund ihrer langjährigen ehrenamtlichen Seniorenarbeit, die Sorgen und Nöte der Seniorinnen und Senioren bekannt sind. Ziel von Frau Schäfer ist es auch, die bereits vorhandenen Angebote mit in die Arbeit einzubinden und besser zu vernetzen. Ob es sich um Unterstützung bei Behördengängen, die Vermittlung einer Haushaltshilfe oder auch die Herstellung eines Kontaktes für eine einmalige Unterstützung der Nachbarschaftshilfe handelt – älteren Menschen soll unkompliziert dabei geholfen werden, möglichst lange selbstbestimmt im eigenen Zuhause leben zu können. Manchmal sind sie aber auch einfach nur Zuhörerinnen und Zuhörer in einsamen Stunden. Das Land Hessen fördert die Personalkosten der Stelle mit 80 Prozent, die übrigen Kosten werden vom Wetteraukreis beglichen. „Wir freuen uns sehr, dass Frau Schäfer ab sofort für unsere Gemeinde im Einsatz ist und die vielen Seniorinnen und Senioren von Ihrer Arbeit profitieren werden“, sind sich Gerlach und Konitzke abschließend einig.