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Ein Interview mit Bernd Heinisch, Klaus Steitz und Rita Rieß
In Wölfersheim ist was los und viele Bürger aus den umliegenden Gemeinden schauen mit neidischem Blick zu uns oder freuen sich über die zahlreichen kulturellen Angebote. Zu verdanken hat man dieses breite Angebot nicht allein der Gemeinde, sondern vielen ehrenamtlichen Personen, die hierfür einen Teil ihrer Freizeit opfern. Mit zwei von ihnen  und der Vorsitzenden des Ausschusses für Sport, Kultur, Jugend und Soziales, Rita Rieß haben wir uns über die kulturellen Angebote in Wölfersheim unterhalten.
Herr Heinisch, wie schätzen Sie die aktuellen kulturellen Angebote in Wölfersheim ein?
In Wölfersheim ist wirklich viel los. Wir haben hier viele Vereine, die neben den vielen regelmäßigen Angeboten auch Veranstaltungen realisieren. Hier ist an fast jedem Wochenende etwas los.

Herr Steitz, ein Teil der Veranstaltungen stammt vom Bluesharmonikatreff und wird von diesem mit mehreren ehrenamtlichen Helfern realisiert. Der Verein ist noch recht jung und neu in Wölfersheim. Sind Sie denn gut angekommen?
Das definitiv. Wir wurden hier mit offenen Armen empfangen. Mit der Kulturwerkstatt haben wir eine tolle Location gefunden und die Unterstützung der Gemeinde hat uns wirklich überrascht. Bei Fragen stehen uns die Mitarbeiter immer hilfsbereit zur Verfügung und der Kulturbeauftragte Sebastian Göbel hat uns einige Möglichkeiten aufgezeigt und steht bei Bedarf auch beratend zur Seite. Mit Wölfersheim als Sitz für unseren Verein haben wir sicher eine gute Wahl getroffen.

Frau Rieß, welche Bedeutung haben solche kulturellen Angebote für Wölfersheim und warum werden diese unterstützt?
Wölfersheim punktet im Vergleich zu anderen Gemeinden mit einer guten Infrastruktur. Darunter fallen jedoch nicht nur Sportplätze, Hallen, Strom- und Wasserleitungen.  Was nützt all das, wenn man als Bürger nach Feierabend nur zu Hause sitzen kann? Niemand lebt gerne in einer Gemeinde, in der „nichts los ist“. Die vielen Vereine und ehrenamtlich Engagierten machen Wölfersheim erst lebens- und liebenswert. Ohne die vielen sportlichen, musikalischen und anderen Freizeitangebote würde niemand gerne hier wohnen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dieses Angebot zu unterstützen und teilweise weiter auszubauen.

Wie schaut diese Unterstützung aus und schafft man mit neuen Angeboten nicht Konkurrenz, Frau Rieß?
Die Unterstützung durch die Gemeinde erfolgt in vielen verschiedenen Bereichen und wird leider all zu oft als Selbstverständlichkeit wahrgenommen. Es ist jedoch eine freiwillige Arbeit der Gemeinde. Den Vereinen wird mit den Hallen und Sportstätten ein hochwertiger Rahmen für ihre Angebote geboten. Konkurrenz zu den Veranstaltungen der Vereine entsteht bei den Veranstaltungen der Gemeinde nicht, denn die Gemeinde realisiert nur Veranstaltungen, die von Vereinen nicht getragen werden könnten oder anders nicht zustande kämen. Ein Beispiel hierfür ist der Wölfersheimer Kinosommer, an dem auch immer Vereine beteiligt sind. Durch die Übernahme der Bewirtung bei solchen Veranstaltungen werden die Vereine ebenfalls indirekt unterstützt und besonders engagierte Vereine gefördert. Nicht zu vergessen ist auch die Vereinsförderung, die seit einigen Jahren an Vereine ausgezahlt wird, die im Bereich Jugendarbeit besonders aktiv sind. Beim Thema Jugendarbeit sollte man neben den umfangreichen Angeboten der Vereine auch an das Jugendzentrum denken. Sie merken, ich könnte diese Auflistung noch fortführen.

Herr Heinisch, bemerkt man diese Unterstützung in der Wölfersheimer Kulturlandschaft?
Auf jeden Fall, denn hier greifen viele Rädchen ineinander. Die Gemeinde stellt den Vereinen die Hallen zur Verfügung. Die Vereine haben viele engagierte Mitglieder, die sich auch an der Schule einbringen, wo zahlreiche junge Talente eine gute musikalische Ausbildung erhalten. Durch Schulband und Blasorchester sammeln die jungen Musiker wertvolle Praxiserfahrung. Natürlich sollte man auch hier die Sportvereine nicht vergessen, die an der Schule aktiv sind. Alles das macht sich sicher bemerkbar.

Sie sind mit dem Bluesharmonikatreff erst vor kurzem nach Wölfersheim gekommen Herr Steitz, konnten Sie das bereits beobachten?
Dafür bin ich vermutlich noch nicht lange genug Wölfersheimer, aber ich bin mir sicher, dass jeder in der Umgebung mindestens einen Musiker aus Wölfersheim kennt. Das sollte eigentlich schon einiges aussagen. (lacht)

Herr Heinisch, was sagen Sie zu den Veranstaltungen, die von der Gemeinde realisiert werden?
Das finde ich wirklich gut, denn es sind Veranstaltungen die es sonst nicht gäbe. Veranstaltungen wie das Kino oder der Markt der Regionen könnte ein Verein nur schwer organisieren. Das bereichert das Angebot und rundet es ab. Ohne die Unterstützung könnten wir auch das Fest am See mit den vielen Helfern nur schwer stemmen. Bei allen Veranstaltungen muss man sich auch im Klaren darüber sein, dass einem trotz Unterstützung keine gebratenen Tauben in den Mund fliegen.

Was meinen Sie damit?
Na von selbst kommt niemand zu einer Veranstaltung und auch bei einer etablierten Veranstaltung wie Wölfersheim Live ist ein gewisser Werbeaufwand notwendig. Man muss sich im Klaren darüber sein, dass Kultur auch etwas kostet und einen Wert hat, der sich in der guten Lebensqualität in Wölfersheim bezahlt macht!

Das klingt sehr überzeugt Herr Heinisch. Frau Rieß, gibt es denn aktuell Planungen die Angebote weiter auszubauen?
Ja, wir haben einen Bereich in dem wir noch aktiv werden wollen. In jedem Jahr verlassen viele junge und talentierte Musiker die Singbergschule. Oftmals fehlt es ihnen dann an einer geeigneten Probemöglichkeit. Für die Chöre und verschiedenen Blasorchester bzw. Spielmannszüge bieten wir solche Möglichkeiten, aber gerade für Bands oder Musiker ohne Vereine ist es schwer etwas Passendes zu finden. Aus diesem Grund hat die SPD die Einrichtung eines Proberaumes mit der entsprechenden Technik beantragt.

Heinisch: Ach, das klingt gut!

Herr Heinsich und Herr Steitz, wie sehen Ihre weiteren Planungen oder Ziele aus?
Steitz: Wir planen mit dem Bluesharmonikatreffe gerade die Konzerte und Workshops für das Jahr 2015. Es wird dann wie in diesem Jahr alle zwei Wochen ein Konzert in der Kulturwerkstatt geben und unser reguläres Treffen, das sich inzwischen zu einer weiteren Begegnungsstätte entwickelt hat und zu dem auch Zuhörer willkommen sind, findet weiterhin jeden Donnerstag statt. Wir haben aber auch noch andere Ideen wie einen Frühschoppen in der Marktscheune oder die Wölfersheimer Mundharmonikatage und wollen uns auch an der Singbergschule einbringen.

Heinisch: Derzeit haben wir mit dem Fest am See alle Hände voll zu tun und ich habe gar keine Zeit mir über etwas anderes Gedanken zu machen. Ich hoffe, es wird wieder ein so großer Erfolg wie beim letzten Mal. Der Vorverkauf hat vor einigen Wochen begonnen und ich kann jedem empfehlen sich frühzeitig Karten zu sichern. Auf die Besucher wird wieder ein einmaliges Konzerthighlight mit vielen Musikern aus Wölfersheim und Umgebung warten.

Vielen Dank für dieses interessante Gespräch.

 

Bild: Daniel Rüd

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